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Wie kommt es zu Wirbelkörperbrüchen?

Unterschiedliche Ursachen – ähnliche Folgen
Für den Bruch eines Wirbelkörpers kommen unterschiedliche Ursachen in Betracht: Osteoporose, Unfälle oder Krebserkrankungen. Die Folgen gleichen sich jedoch in vielen Fällen: Nachdem der geschädigte Wirbelkörper in sich zusammengebrochen ist – man spricht von einer Kompressionsfraktur -, verliert die gesamte Wirbelsäule an Stabilität; sie kann sich verformen und büßt Teile ihrer Beweglichkeit ein. Betroffene klagen über starke Rückenschmerzen, die sie zunehmend in ihrem Alltag und ihrer Lebensqualität eingeschränken.
Selten kann es durch den Bruch eines Wirbelkörpers zu einer Quetschung des Rückenmarks oder der Rückenmarksnerven kommen – dies führt im schlimmsten Fall sogar zu Lähmungen oder Empfindungsstörungen.
Wirbelkörperbruch bei Osteoporose
Osteoporose stellt die häufigste Ursache für Wirbelkörperbrüche dar. Diese treten besonders häufig am Übergang zwischen der Brust- und der Lendenwirbelsäule auf. Typischerweise brechen bei der Osteoporose die Wirbelkörper keilförmig zusammen, man spricht auch von Sinterungsfrakturen.
Ausgelöst werden diese durch Niesen, Husten oder andere plötzliche Bewegungen, so genannten Bagatelltraumen. Jedoch können bei Osteoporose auch spontan – ohne jede äußere Einwirkung – Wirbelkörper zusammenbrechen.
Frage: Wie kommt es zur Osteoporose?
Ursache für die Osteoporose ist ein Ungleichgewicht zwischen Knochenabbau und Knochenaufbau: Der Knochenaufbau ist verringert, der Knochenabbau erhöht. Ausgelöst wird dies durch einen Mangel an Kalzium oder Hormonen, vor allem Östrogen. In der Folge kommt es zu einer Abnahme der Knochendichte – der Knochen verliert seine Stabilität und kann leichter brechen. Generell ist von der Osteoporose das gesamte Skelett betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für eine Osteoporose, insbesondere Frauen nach den Wechseljahren erkranken daran.
Wirbelkörperbruch bei Krebserkrankung
Bei verschiedenen Krebserkrankungen können sich Tochtergeschwulste, so genannte Metastasen, im Knochen ansiedeln. Dazu zählen vor allem Brust- und Prostatakrebs, aber auch Lungen- oder Nierenkrebs. In vielen Fällen finden sich die Metastasen in Wirbelkörpern, wo sie Knochensubstanz zerstören und so für eine Abnahme der Knochendichte sorgen. Betroffene verspüren Rückenschmerzen, die durch das Wachstum der Metastasen ausgelöst werden. Zudem können spontan – ohne jede äußere Einwirkung – oder durch Bagatelltraumen wie Niesen oder Husten Wirbelkörper zusammenbrechen.
Wirbelkörperbruch nach Unfall
Bei Autounfällen oder Stürzen kann es durch die massive Gewalteinwirkung zu Brüchen eines oder mehrerer Wirbelkörper kommen. Oft treten hierbei begleitende Verletzungen der Bandscheiben, der Bänder oder des Rückenmarks auf. Teilweise ist der Wirbelkörper sehr stark geschädigt, so dass man von einer instabilen Fraktur spricht.
Möglichkeiten der Linderung
Je nach Ursache und Ausprägung der Beschwerden kann der behandelnde Arzt zunächst mit konservativen Methoden versuchen, die Schmerzen zu lindern. Dazu zählen schmerzstillende Medikamente, Stützkorsetts und Bettruhe.
Sind die Wirbelkörperbrüche jedoch instabil, liegen Lähmungen oder Empfindungsstörungen vor, muss eine größere Operation durchgeführt werden, bei der die zusammengebrochenen Wirbelkörper durch Platten wieder aufgerichtet werden.
Alternativ kann Betroffenen – allerdings nur bei stabilen Wirbelkörperbrüchen – durch die Vertebroplastie oder die Kyphoplastie geholfen werden.